Sonnentag

Der heutige Montag, unser erster richtiger Ferientag, begann neblig. Das Zelt war nass, gelbe Blätter klebten drauf. Überall war Sand: im Auto, an den Hunden, an unseren Schuhen. Ich war um Acht wach und wollte Kaffee machen… Kaffee zuhause. Also besuchte ich den kümmerlichen Campingladen (drei Glas Konfitüre, vier Cola und einige Rollen Toilettenpapier) und kramte sechs Portiönchen Instantkaffee zusammen. Nebenan im Beizli erschreckte ich die Putzfrau (?), welche mir zwei Baguettes verkaufte und für die Kaffeeportiönchen 1,2 € verlangte. Damit war unser Frühstück gerettet

und auch das der Jungs. Nach dem Zmorge suchten wir auf der Karte eine kleine Wanderung. Den Einstieg fanden wir nicht auf Anhieb, es sind halt nicht die Berner Wanderwege. Aber eine knappe Stunde durften wir dann doch wandern, durch wilde und nach Kräutern duftende Landschaft.

In Vallon mussten wir noch einkaufen gehen, vorallem Kaffee und was Feines zum Znacht brauchten wir. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir lesend vor dem Zelt, glücklich über Sonne und Ferien. Morgen wollen wir – je nach Wetter – eine grössere Wanderung machen oder lesen. Aber zuerst grillieren wir, was wir heute eingekauft haben: ein grosses Schweinekotelett für Armand, zwei Gemüsesteaks für mich. Die Hunde hatten bereits ihr Futter.
Das Fröschli hat seinen Namen bekommen: „Greeny“ für Freunde und Familie, „Prinz Alois der Reisende von Fords Gnaden von und zu Schluchtenbummeln“ für Polizisten und Amtsschimmel.

5 Antworten

  1. Marianne sagt:

    Ihr versteht einfach die Franzosen nicht. Mit dem sorgfältig zusammengestellten Angebot des Campingladens könnte man Kunstwerke herstellen. Zum Beispiel mit Cola getränkte Papierköpfe (papier maché). Darauf malt man mit Konfitüre Gesichter. Capito?

    • Sabine Heiniger sagt:

      Capito. Aber was, wenn man Hunger hat? Papier maché kann man nicht essen, höchstens die Gonfi ablecken.

      • Marianne sagt:

        Stimmt. Ihr könntet bei den Häusern klingeln und sagen, dass ihr Essen braucht, s’il vous plaît. Als Lohn dürfen die Menschen dann eure schönen Hunde streicheln.

  2. Marianne sagt:

    Chotzwürgwetter hier, zum Glück habe ich so viel Arbeit, die den trüben Tag vergessen lässt. Und ich darf gar nicht daran denken, dass sich drei meiner Geschwister die Sonne auf den Kopf scheinen lassen. Wo? Natürlich im Ausland.

  3. Philipp sagt:

    Oh ja, gniesset der warm Herbscht. Hie isch es trüeb und nass. Grad chli hässlech…